Menschen gestalten ihre Umwelt nicht immer aus freien Stücken, aber sie gestalten sie immer selbst. Planerische Aufgaben müssen daher das Umfeld, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten der Akteure und Nutzer in den Entwicklungsprozess einbeziehen.
Methoden der Moderation und Partizipation werden von uns gezielt konzipiert und situationsbezogen eingesetzt. Die langjährigen Erfahrungen bei der Durchführung und Organisation solcher Planungs- und Umsetzungsprozesse ermöglichen die Berücksichtigung der spezifischen projektbezogenen Anforderungen: Planungsebene, Methoden, Zielgruppen, Thematik, Form, Ziel. Akteure aller Altersgruppen und Disziplinen können sich als Fachleute vor Ort einbringen und werden mit ihrem Erfahrungswissen ernstgenommen. In der Planungsphase gelingt es so, einen breiten Konsens herzustellen, Nutzungen zu implementieren und durch Identifikation Nachhaltigkeit zu sichern.
Foto: Marktplatz Aktion zum Projekt Bochum-Wattenscheid „Masterplan bewegte und bespielte Stadt“, 2017
Mit der Natur
Nachhaltige Planung bezieht Umwelt, Gesellschaft sowie Wirtschaft gleichermaßen mit ein.
Verständnis für sich überlagernde Umweltfunktionen ist bei landschaftsplanerischen Aufgaben wie Besucherlenkung in Schutzgebieten, Leitbildentwicklung im ländlichen Raum, landschaftspflegerischen Begleitplänen oder touristischen Konzeptionen erforderlich. Raumstrukturorientierte Entwurfskonzepte sorgen in der Freiraumplanung dafür, dass sich Räume nachhaltig flexibel wandelnden Nutzungsanforderungen anpassen. Ressourcenschonende Bau- und Verfahrensweisen wie Klimaanpassung, Regenwasserabkopplung und Bodenmanagement sind in die Gesamtgestaltung integriert. Pflanzen- und Materialwahl werden vor dem Hintergrund der Herstellung und langfristiger Unterhaltung und Nutzung berücksichtigt.
Umweltpädagogische Konzeptionen und Erlebnis-Projekte, Aktionen, Ausstellungen und Veröffentlichungen fördern den schonenden Umgang mit Natur und Umwelt und ergänzen daher die planerische Tätigkeit – immer auf der Basis der aktuellen medialen und pädagogischen Ansätze.
Foto: Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf/Monheim
Mit dem Raum
Freiräume zum Leben, Heimat finden und Wohlfühlen entstehen nicht nur durch Orientierung an Bedürfnissen und Funktionen, sondern erfordern Gestaltung und Umgang mit Form und Farbe. Freiräume sind voller Kontraste – lebendig/trist, laut/leise, grün/steinern, weit/eng, hell/dunkel, schön/hässlich.
Lust, Freude und Neugier an Planungsaufgaben in Stadt und Land lassen Fantasien und Bilder wachsen, die durch genaue Bestandserhebung, Beschäftigung mit dem Ort und seiner Geschichte und der Erfassung neuer Anforderungen in realisierbaren Konzepten aufgearbeitet werden. Formal-gestalterische Leitideen verbinden sich mit funktionalen, technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten.
Lebendige Freiräume bieten Raum für die Zukunft und sind Lebensräume für Mensch und Natur.
Kinder lernen und erfahren sich und ihre Umwelt am besten in spielerischer Auseinandersetzung mit einer vielfältigen, naturnahen Umgebung, in der Pflanzen und Tiere einen Platz finden. Erwachsene suchen unterschiedliche Freiräume und Landschaftsräume, die Raum bieten für Präsentation, Aktivitäten oder Erholung. Pflanzen- und Tierwelt brauchen freie Rückzugsräume in einer enger werdenden Welt. Das Leben erobert sich den Frei-Raum.